Team




Gründung:    01.09.2013
14 Rüden, 10 Fähen, davon 4 Welpen



26. April 800
morgens . dünne, rosa-bläuliche Wolkendecke .
Nebel über der Ebene . 8°C

Seit der beschwerlichen Reise durchs Moor ist nur eine Nacht vergangen. Die Wölfe haben sich an einer kleinen Lichtung im Wald nördlich der Eisbrücke niedergelassen und mehr oder weniger gut geschlafen. Als die Wölfe an diesem Morgen aufwachen, wirkt der fremde Wald um sie herum so friedlich, wie er es einst in ihrem Revier getan hatte. Und trotzdem bleibt die Vorsicht nach alledem, was hinter ihnen lag – und dem, was vor ihnen liegen sollte. Gemeinsam beschlossen sie, ihren neunen Standort erst einmal in Ruhe zu erkunden. Doch kein Wolf sollte allein gehen – das war die Regel, an die sie sich alle halten mussten. In Kleingruppen von mindestens drei Wölfen also brach das Rudel in verschiedene Richtungen auf, um sich ein wenig südlich der Eisbrücke umzusehen.

Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Blacklist

Zum Start des neuen Plots stehen ALLE Mitglieder auf der Blacklist. Jeder hat bis zum 30. September Zeit, sich mit einem RPG-Beitrag von der BL zu streichen.
Hier könnt ihr die Blacklist angucken.
Echoes of Yesterdays » Diëmnar » Im Tal » Rollenspiel-Zusammenfassungen

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» Oh sweet leaf
Has your time come?
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Khilyáwe

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11 Jahre

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Rüde

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106 cm

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67

Beitritt

15.04.2013

Dämmergrau

Klickt auf die jeweiligen Einträge, um ausführliche Zusammenfassungen der Geschehnisse zu lesen.

02.01.800 | Tragischer Jagdunfall
# Arland, der langjährige Beta des Rudels, verstirbt mutmaßlich bei einem Jagdunfall
# Geburt von Khilyáwe und Jaspín im fernen Orthvind

Bei einer eigentlich routinierten Karibu-Jagd wendet sich plötzlich ein Bulle gegen die Wölfe und greift an, als diese bereits dabei sind ihre Beute zu überwältigen. Bis auf den 9-jährigen Betawolf Arland können alle ausweichen, doch er schafft es nicht mehr schnell genug los zu lassen und wird zusammen mit dem Bullen und der verletzten Kuh über einen Abhang am Gletscher in den See gestoßen. Er taucht nie wieder auf, weshalb dem Rudel nichts anderes übrigbleibt, als ihn für tot zu erklären. Ein schwerer Schlag für alle.

10.01.800 | Neues Leben
# Geburt von Qiltair und Taiga

Wo es Schatten gibt, da ist auch Licht. Kilarny, Gefährtin von Phelan, bringt zwei gesunde Rüden zur Welt: Qiltair Aelyr und Taiga Ayen. Es sind die ersten Welpen in zwei Jahren.

04.02.800 | Abschied vom ewigen Leitwolf
# Eláynes stirbt im Alter von 15 Jahren. 14 davon war er der unangefochtene Alpha des Rudels gewesen
# das Rudel ist nun komplett führerlos, da es keine Rangwölfe mehr gibt

Leitwolf Elaynès verstirbt im Alter von 15 Jahren. 14 Jahre lang war er der unangefochtene Leitwolf des Requistenrudels gewesen. Dementsprechend gelähmt und hilflos kommt sich das Rudel nun vor. Natürlich war jedem schon seit langem klar gewesen, dass bald der Zeitpunkt kommen würde, an dem sie eine neue Führung brauchen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Elaynès' rechte Hand hätte Arland diese Führung werden sollen. Nun, wo beide nicht mehr da sind und weitere Rangmitglieder bereits innerhalb der letzten Jahre verstorben sind (es gibt schon seit fast 2 Jahren keine Leitwölfin mehr), muss sich das Rudel komplett neu aufstellen und langsam aus seiner unambitionierten Lethargie erwachen.

06.02.800 | I. NACHTBLIND * Gefahr im Moor
# seltsame Geräusche dringen seit ein paar Tagen aus dem Moor
# Aeshatyr bricht Elaynès' Verbot, der den Sumpf zur Sperrzone gemacht hatte und will nach dem Ursprung der Geräusche suchen
# nach und nach betritt ein großer Teil des Rudels das Moor, hauptsächlich um einander wieder hinaus zu beordern
# Eleyne bleibt mit einem Lauf im Morast stecken und wird von etwas gebissen
# Nhimri, Aeshatyr, Yrael und Venari finden den Ursprung der Geräusche, die sich als Schreie erweisen: es war ein Fuchsjunges, das unter einem Baumstamm stecken geblieben war
# als sie es befreien, prophezeit es ihnen, dass ein Monster im Sumpf lebt

Zwei Tage sind seit Elaynès' Tod vergangen, das Rudel ist noch dabei diesen zu verdauen und sich zu sammeln. Da werden die seltsamen Geräusche, die seit ein paar Tagen immer nachts aus dem Moor schallen, zu einer fast schon mutwilligen Ablenkung.

Das Sumpfgebiet im Süden des Reviers ist schon seit vielen Jahren ein verbotener Ort. Nachdem eine Wölfin des Rudels im Jahr 791 dort hineinging und nie mehr zurückkam, erklärte Elaynès es zur Sperrzone. Nun, wo er nicht mehr da ist, um dieses Verbot aufrecht zu erhalten, beschließt Jungspund Aeshatyr, dass er es auch nicht mehr so ernst zu nehmen braucht. Er will herausfinden, was es mit den Geräuschen auf sich hat und schleicht heimlich zum Moor. Kurz vor der Sumpfgrenze wird er zwar von seinen Eltern Nhimri und Wyakin abgefangen, doch noch bevor sie ihn wieder zurück schleppen können, erklingt plötzlich ein Schrei. Während Aeshatyr dazu drängt, den Verursacher ausfindig zu machen und seine Eltern hadern, tauchen auch Sekirei und Venari bei ihnen auf, die der Truppe aus Neugierde gefolgt sind.
Mittlerweile hat sich bei einigen rumgesprochen, dass sich ein paar Wölfe zum Moor aufgemacht haben. Auch Yrael, Sejuani, Inyen, Yhevorys und Eleyne sind auf dem Weg, allerdings um die anderen wieder zum Rückzug zu zwingen. Jharim wird von seinem Vater Chetan abgefangen, bevor er dem Sumpfgebiet zu nahekommt.

Da sich die Gruppen durch Geheul miteinander verständigen, kommt die Nachricht, dass Elaynès' Verbot gebrochen wurde, letztendlich auch bei allen anderen Rudelmitgliedern an. Diese sind hauptsächlich erbost darüber und während die Älteren und Kilarny mit ihren Welpen bleiben, wo sie sind, gehen auch Calrin, Laren, Phelan und Khalysa los.

Als die Gruppe um Aeshatyr und die Gruppe um Yrael endlich aufeinandertreffen, sind sie schon recht weit in das Moor eingedrungen. Plötzlich sinkt Eleyne mit einem Hinterlauf im Morast ein und kann sich nicht von allein befreien. Fast im gleichen Moment rennt Venari einfach weg, um die anderen dazu zu bringen mit streiten aufzuhören, wird aber von einigen Wölfen recht schnell aufgehalten. Derweil versuchen Inyen und Yhevorys Eleyne wieder aus dem Schlamm zu graben.
Aus dem Sumpf erklingt erneut ein Schrei, dieses Mal allerdings deutlicher als ein Hilferuf zu verstehen. Auf einmal schreit auch Eleyne auf, die spürt, dass sich etwas in ihrem versunkenen Lauf verbissen hat.
Nachdem er den Schrei seiner Gefährtin vernimmt, trennt sich Chetan von Jharim und dem gerade dazugekommenen Calrin und stürzt einfach los. Zusammen mit Inyen und Yhevorys können sie Eleyne aus dem Schlamm ziehen, bevor sie weiter hineingezogen wird. An anderer Stelle müssen Calrin, Wyakin und Jharim Sejuani aus einem Schlammloch ziehen.

Währenddessen haben Nhimri und Yrael alle Mühe Venari zur Vernunft zu bringen. Sie war auf einen modrigen Baumstumpf geklettert, der über einen Tümpel ragt, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Das Wimmern von was auch immer ist nun sehr nah. Es kommt, wie es kommen muss und der Stumpf bricht. Venari stürzt ins Wasser und Yrael wirft sich hinterher. Als sie zurück ans Ufer schwimmen, bemerken sie endlich auch das kleine Wesen, das die ganze Zeit um Hilfe gerufen hatte. Es ist ein halb im Uferschlamm versunkenes Fuchsjunges.
Während Nhimri und Aeshatyr sich daran machen den Fuchs frei zu graben, wimmert der Kleine, dass sie ihn lieber töten sollten, wenn sie ihn nicht retten konnten. Er wolle nicht vom Sumpfmonster gefressen werden. Was normalerweise als irrationale Kindervorstellungen abgetan würde, ließ den Wölfen nun eher einen Schauer den Rücken hinunterlaufen. Nach allem, was passiert war … und sie hatten nie gesehen, von was Eleyne gebissen wurde.

Sie schaffen es, den Fuchs zu befreien und verlassen letztendlich alle gemeinsam das Moor. Laren, Phelan und Khalysa erreichten es übrigens nie, da sie vorher von Talvi abgefangen und zurückgedrängt wurden.

18.02.800 | II. OHNMACHT * Krankheit und Fremde
# nach dem Vorfall im Moor sind einige Rudelmitglieder krank geworden
# die Krankheit betrifft nur jene, die mit dem Sumpfwasser in Berührung gekommen waren
# besonders Eleyne hat es schwer erwischt, ihre Verletzung ist entzündet und eitert
# zur Überraschung aller betreten zwei fremde Wölfe das Tal - es sind Requisten wie sie
# Fenryn und Vi kommen aus einem Tal namens Orthvind. Weder sie, noch die Wölfen in Diëmnar hatten von der Existenz der jeweils anderen gewusst
# Sejuani und Aeshatyr finden derweil das Fuchsjunge, welches kurz nach der Rettungsaktion wieder verschwunden war, tot auf
# es muss an der Krankheit gestorben sein, doch beunruhigender Weise wurde sein Kadaver von einem unbekannten Räuber angefressen

Knapp zwei Wochen sind seit der Odyssee im Moor vergangen. Nachdem sich die hitzige und verärgerte Stimmung über diese Angelegenheit langsam wieder gelegt hat, ist es wieder trügerisch ruhig geworden. Wobei diese Ruhe wohl dennoch nicht mit der Entspannung zu vergleichen ist, die zu früheren Zeiten im Rudel geherrscht hat. Noch immer stehen die Requisten ohne Führung da. Und auch was im Moor passiert ist, kann nicht einfach so vergessen werden. Denen, die dort waren ist eines ganz klar: In den Sümpfen lebt etwas, das sie nicht kennen. Etwas, das eine Gefahr für sie darstellt. Obwohl es keine Rangwölfe mehr gibt, pflichteten sich die meisten Wölfe gegenseitig bei, das Moor-Verbot nur noch zu verstärken und darauf zu achten, dass es eingehalten wird.

Auch die Geschichte des jungen, verängstigten Fuches, den Nhimri und Aeshatyr mit zum Rudel gebracht haben, hat das Rudel nur weiter beunruhigen können. Er berichtete, dass er mit seiner Mutter und seiner Schwester am Rande des Sumpfes unterwegs gewesen war. Plötzlich hätte sie das Wasser einfach angegriffen. Etwas hätte seine Schwester und seine Mutter hinabgezogen, nur er hatte sich ans Ufer retten können und war dort stecken geblieben. Manchmal habe er gespürt, wie sich etwas im Schlamm bewegte, seine Pfoten unangenehm streifte und er meinte auch gesehen zu haben, dass tiefer im Sumpf etwas sehr Großes aufgetaucht und wieder verschwunden war.

Eine Woche nach dem Moorausflug fingen einige Wölfe an sich seltsam zu fühlen. Unwohl und erschöpft. In den weiteren Tagen wurde es schlimmer. Manch einem fiel das Atmen plötzlich schwerer und Husten setzte ein. Einige bekamen Probleme mit ihren Augen, die mittlerweile brennen und tränen. Auffälliger Weise sind nur die betroffen, die direkt mit dem dreckigen Wasser und Schlamm im Moor in Berührung gekommen sind. Insbesondere Eleyne erwischt es hart. Ihre Verletzung eitert und sieht entzündet aus. Nun ist fast das halbe Rudel krank und die, die gesund sind, versuchen sich mit größter Sorge um die Kranken zu kümmern. Der junge Fuchs ist schon seit einigen Tagen nicht mehr beim Rudel. Irgendwann ist er einfach verschwunden.

An diesem Morgen schallt plötzlich ein Heulen durch das Tal, das keinem von ihnen bekannt vorkommt. Es sind ein Rüde namens Fenryn und eine Fähe namens Vi, die keiner von ihnen je gesehen hat und die doch vertraut aussehen: Es sind zwei Requisten. Ihr Auftauchen wirft sofort Hundert Fragen auf, denn beiden Seiten war bisher nicht bewusst gewesen, dass es mehr als nur ein Requistenrudel gibt. Fenryn und Vi erzählen, dass sich ihr Heimatrevier Orthvind nennt und sie sich auf einem Ausflug außerhalb des Revieres in einem Schneesturm verlaufen hatten. Jeder Orientierung beraubt, hatten sie einfach eine Richtung eingeschlagen, in der Hoffnung irgendwann wieder auf bekanntes Land zu stoßen. Stattdessen waren sie nach Tagen an Diëmnars Bergkette gelandet und waren durch den Pass ins Tal gewandert.

Während Talvi, Inyen und Calrin Fenryn und Vi zum Rudel geleiten, unterhalten sich Sejuani und Aeshatyr unweit des Sees miteinander. Rabenkrähen, die sich an einem Punkt versammelt haben und laut zetern, ziehen ihre Aufmerksamkeit auf sich. Als sie näher kommen und rotes Fell sehen, stürzt Aeshatyr los und verscheucht die Krähen. Sie finden den kleinen Fuchs - tot. Nicht nur das, sie finden ihn in einem schaurigen Zustand vor: angefressen, wie ein Beutetier. Mit Bisspuren am Körper, die definitiv nicht von einem ihnen bekannten Raubtier stammen können. Eine Schneise zieht sich durch den Schnee zum Fuchs, die Spur ist durchzogen von Erdbrocken und riecht modrig. Da der Schnee um den Fuchs sonst unberührt ist, nichts auf einen Kampf hindeutet und er nach Fäulnis und Krankheit stinkt, müssen Sejuani und Aeshatyr davon ausgehen, dass der Fuchs wie die Wölfe krank geworden war und im Gegensatz zu den Wölfen die Krankheit nicht überstanden hat. Trotzdem beunruhigen sie die Spuren und die Tatsache, dass der Kadaver von einem unbekannten Tier angefressen wurde.

29.02.800 | III. IRRLICHT * Albträume und Geisterlawine
# seit wenigen Tagen werden einige Fähen des Rudels von seltsamen Träumen geplagt und nach dem Aufwachen finden sie seltsam verwischte Abdrücke um sich im Schnee
# Fenryn und Aeshatyr folgen der Spur eines Karibus in die Bergkette hinein
# in den Bergen löst sich die Spur plötzlich in Luft auf, stattdessen meint Aeshatyr die Witterung Arlands wahrzunehmen
# auf einmal löst sich eine Lawine und erwischt die jungen Rüden, doch als sie wieder aufwachen, ist alles um sie herum völlig unberührt und sie sind gänzlich unversehrt

Etwas mehr als eine Woche ist vergangen, in der sich das Rudel von der Krankheit einigermaßen erholen konnte. Die Nachricht, dass man den verschwundenen jungen Fuchs tot aufgefunden hatte, wurde in den Reihen der Wölfe mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Der modrigen Spur war man nur ein Stück gefolgt, bis zweifellos klar war, dass sie zurück ins Moor führte. Seitdem war nicht nur das Verbot präsenter denn je, sondern auch die unausgesprochene Anweisung, vorerst nicht alleine durch das Revier zu streunen. Ein junger Fuchs war zwar eine weitaus leichtere Beute als ein erwachsener Wolf, doch der Zustand und die Wunde Eleynes ließen durchaus vermuten, dass es – was auch immer es war – ebenso für die Wölfe gefährlich sein konnte.

Und dann kommen noch diese seltsamen Albträume dazu: Sekirei, Vi, Khalysa und Kilarny träumen seit wenigen Tagen immer wieder schlecht und werden jeden Morgen von einem Gefühl geweckt, als würde ihnen ein anderer Wolf in den Nacken atmen. Außerdem finden sich große, verwischte Abdrücke um sie herum, die sich nach wenigen Wolfslängen allerdings wieder im Schnee verlieren. Auch Yeirah wird von Albträumen geplagt. Zur Nacht auf den 18. findet sie sich abseits des Rudels wieder, ohne sich daran erinnern zu können, dorthin gelaufen oder überhaupt aufgestanden zu sein.

All das überschattet die Nachricht eines weiteren Rudels auf der anderen Seite der Bergkette. Den Altwölfen ist zwar bekannt, dass über die Jahre ein paar Requisten das Rudel verlassen hatten und alleine losgezogen waren - dass es außerhalb noch ein Rudel geben sollte, war ihnen aber ebenso unbekannt. Trotz der kranken Wölfe und der Bedrohung, haben sich sowohl Vi als auch Fenryn dazu entschlossen, (vorerst) zu bleiben. Solange das Rudel nicht wieder vollkommen fit ist, hat man eh keine wirklichen Möglichkeiten ihnen zu helfen.

Fenryn überredet an diesem Morgen Aeshatyr dazu, mit ihm zusammen den Spuren eines verletzten Karibus zu folgen, um es für das geschwächte Rudel zu erlegen. Sie folgen den Spuren bis in die ersten Ausläufer der Bergkette hinein und als sie sich dem Tier schon ganz nah wähnen, hört die Spur ganz plötzlich auf. Als hätte sich das Karibu einfach in Luft aufgelöst. Seine Witterung ist ebenso verschwunden, stattdessen ist dort ein schwacher Geruch, der Aeshatyr zwar bekannt vorkommt, ihn aber in diesem Moment nicht zuordnen kann. Die zwei jungen Rüden gehen auch dieser Fährte nach und werden von ihr höher in die Berge geführt.
Auf einmal meint Aeshatyr die Fährte dem verschollenen Arland zuordnen zu können und ist völlig verwirrt. Fenryn hat gerade noch Zeit einen Witz über Geister zu machen, da schallt lautes Donnern und Grollen oben aus den Bergen zu ihnen hinunter. Sofort machen sich die Rüden daran den Berg wieder hinunter zu flüchten, wobei Aeshatyr noch eine kopflose Warnung zum Rudel heult, welches dadurch natürlich sofort in Aufruhr versetzt wird. Die Lawine, die gnadenlos den Abhang herunter bricht, erwischt die Zwei am Waldrand, wo sie Bäume umreißt und die Requisten unter sich begräbt.
Jedenfalls erinnern sie sich genau daran. Als Aeshatyr und Fenryn wieder zu sich kommen, ist der Schnee um sie herum völlig unberührt und auch alle Bäume stehen noch. Sie machen sich auf den Weg zurück zum Rudel, wo man sie bereits voller Unruhe und Sorge erwartet. Sie berichten von ihrem Erlebnis und Arlands Geruch, doch keiner kann verstehen, was den beiden passiert ist und einige glauben ihnen vielleicht auch nicht. Vorsichtshalber beschließt man, in der nächsten Zeit auch die Bergkette zu meiden.

17.03.800 | neue Führung und ein Suchtrupp
# Nhimri hat sich mittlerweile als neue Leitwölfin durchgesetzt und Talvi zu ihrer Betafähe ernannt
# Yrael versucht in die Pfotenstapfen seines Vaters zu treten und als Betarüde anerkannt zu werden
# Motomo hat einen Trupp zusammengestellt, mit dem er nach Fenryns und Vis Revier suchen will
# Motomo, Vi, Fenryn, Inyen, Laren, Phelan und Sejuani verlassen das Tal

Das Rudel ist über die letzten Wochen enger zusammen gerückt. Nhimri ist mittlerweile als neue Leitwölfin des Rudels akzeptiert und hat Talvi offiziell zu ihrer Beta ernannt. Yraels Ambitionen für den Betarang sind ebenfalls bekannt und bisher scheint er unter den Rüden völlig ohne Konkurrenz gegenüber irgend einem Rang zu sein. Die neuen Rangwölfe bemühen sich, wieder etwas Normalität in den Alltag der Wölfe einkehren zu lassen, auch wenn nach wie vor jeder besorgt ist und vorsichtshalber gilt, dass Wölfe nicht vereinzelt durch das Tal streunen sollen.

Motomo hat die Ereignislosigkeit der vergangenen Wochen zum Anlass genommen, mit Nhimri und Talvi darüber zu sprechen, einen Trupp zusammen zu stellen, der mit Fenryn und Vi nach ihrem Rudel suchen würde. Da sich alle Seltsamkeiten des vergangenen Monats ihres Wissens nach nur im Tal abgespielt hatten, waren mögliche Zweifel über diesen Plan schnell zerstreut.
Der Trupp besteht aus Vi, Fenryn, Inyen, Laren, Phelan, Sejuani und Motomo höchst persönlich und verlässt an diesem Tag das Tal.

21.03.800 | IV. WEGWEISER * Tödliche Monster und ein stummes Gespenst, das keines ist
# der Suchtrupp aus Diëmnar trifft auf einen Suchtrupp aus Orthvind: Kasatka und Telayne sind Geschwister Fenryns und Airin die Schwester von Vi, Kasatkas und Airins Welpen Khilyáwe und Jaspín sind ebenfalls dabei
# man entschließt sich, zusammen nach Orthvind zu gehen, um einander besser kennenzulernen

# in Diëmnar finden Venari und Yrael an diesem Morgen eine Witterung, die mutmaßlich zu Arland gehört, doch niemand sonst im Rudel kann sie wahrnehmen
# auch Yrael kann die Witterung seines Vaters wahrnehmen, der Rest des Rudels jedoch nicht
# trotzdem folgt - nach großer Diskussion - das Rudel geschlossen der Spur und landet natürlich wieder am Rande des Moors
# ein weißes Kaninchen bringt Yhevorys dazu, ihm zu folgen und Aeshatyr rennt hinterher
# ein schwarzes Kaninchen versucht derweil den Rest des Rudels dazu zu bringen, ihm ebenfalls zu folgen, doch es wird ignoriert
# schließlich wird Kelaya von etwas angegriffen und gebissen und nun sieht das Rudel den Angreifer zum ersten Mal - es ist ein unbekanntes, mittelgroßes Tier mit scharfen Zähnen und Stacheln auf dem Rücken, das vage einer überdimensionierten Ratte ähnelt
# weitere Tiere attackieren das Rudel und lenken es ab, um so an die Welpen heran zu kommen und sie zu verschleppen
# Nhimri, Wyakin und Eleyne nehmen die Verfolgung Taigas auf, sie schaffen es einige Moorbeißer zu töten und Taiga aus ihren Fängen zu befreien
# doch Wyakin wird dabei verletzt und schließlich konzentrieren sich die Angriffe nur noch auf ihn. Als Nhimri es schafft, die Moorbeißer zu verscheuchen, ist es bereits zu spät, um ihm noch zu helfen
# Wyakin stirbt im Moor
# derweil kämpfen Talvi und Chetan an anderer Stelle um Qiltair und tatsächlich schaffen sie es, ohne größere Verletzungen, ihn zurück zum Rudel zu bringen
# währenddessen hat das weiße Kaninchen Yhevorys und Aeshatyr zum Gletscher geführt, wo sie eine Höhle entdecken
# in dieser Höhle treffen sie auf einen abgemagerten, hellen Wolf ... Arland. Er lebt. Doch er ist stumm.
# das Rudel schafft es, das Moor wieder zu verlassen. Mit Welpen, mit Arland ... aber leider ohne Wyakin.

Weit gekommen ist der Trupp um Motomo innerhalb der letzten 4 Tage noch nicht, da sie die Gegend außerhalb des Tals erst einmal etwas analysieren und unter anderem herausfinden müssen, von wo in etwa Fenryn und Vi gekommen waren. Was dem Jungfolg nicht so leicht fällt. Als sie in der Nähe eine Gruppe Krähen entdecken, weist Motomo Inyen und Vi an, jagen zu gehen, um den Krähen Futter im Tausch gegen Informationen anbieten zu können. Der Plan ist erfolgreich, tatsächlich wissen die Krähen um das zweite Rudel und eine junge Krähe erklärt sich bereit, ihnen den Weg zu weisen.

Zeitgleich stehen noch sechs weitere Wölfe nur wenige Kilometer entfernt vor einem Fluss. Kasatka, Telayne und Aivi suchen die Gegend nach Hinweisen über den Verbleib von ihrem Bruder Fenryn ab. Bei ihnen ist auch Kasatkas Gefährtin Airin, die Schwester von Vi, und ihre Welpen Khilyáwe und Jaspín. Da es in der Nähe keine Möglichkeit zu geben scheint, den Fluss zu überqueren, entschließen sie sich nach kurzer Diskussion dazu, ihn zu durchschwimmen. Khilyáwe und Jaspín klammern sich dabei an den Rücken ihrer Eltern fest. Tatsächlich gelingt die Überquerung ohne Probleme.

Und dann dauert es nicht mehr lange, bis die zwei Gruppen aufeinander treffen. Nach einem fragwürdig ablaufenden Wiedersehen, bei dem Kasatka zornig über seinen Bruder Fenryn herfällt, beruhigen sich die Gemüter und der Ärger macht endlich Erleichterung und Erstaunen Platz. Die Gruppe aus Diëmnar entschließt sich, mit den Wölfen aus dem fremden Rudel mitzugehen, um es kennen zu lernen und mehr über sie zu erfahren.


Derweil weiterführende Ereignislosigkeit im Tal? Oh nein. Am morgen sprang Venari plötzlich ganz aufgebracht und aufgeregt zwischen den Rudelwölfen herum und erzählte jedem, dass sie etwas abseits des Rudelplatzes die Fährte ihres verstorbenen Gefährten Arland gefunden hatte. Was bis vor Kurzem wohl einfach als Fantasie der bekanntlich sehr fantasievollen Fähe abgetan worden wäre, versetzt nun einige Wölfe in Alarmbereitschaft, allen voran Aeshatyr, der den Toten vor kurzem selbst gerochen hatte. Yrael lässt sich von seiner Mutter zu der Stelle führen und muss schockiert feststellen, dass auch er die Fährte seines Vaters riechen kann. Doch beunruhigender Weise können es nur die beiden. Und als Venari einfach losstürmt, um der Witterung zu folgen, wird sofort ersichtlich, dass sie Richtung Moor läuft. Man hält sie zuerst auf, doch nach einer relativ ratlosen Diskussion und ein paar Tränen Venaris beschließt Nhimri schließlich, dass das Rudel dieser unsichtbaren Fährte solange folgt, bis es zu gefährlich wird. Geschlossen, in der Hoffnung, die Gefahr so minimal zu halten. Kilarny und ihre Welpen laufen geschützt in der Mitte, der Plan sie mit ein paar Aufpassern zurück zu lassen, wurde wieder verworfen, da sich ein ungewöhnlich intensives Gefühl von Bedrohung in den Wölfen ausbreitete, als man ihn umsetzen wollte.

Letztendlich kommt es, wie es kommen muss und das Rudel steht wieder einmal am Moorand. Die Rangwölfe beschließen, nicht weiter zu gehen, sondern Venari und Yrael nach Arland rufen zu lassen. Sollte eine Antwort kommen, würden sie versuchen ihn zum Rudel zu lotsen. Und wenn nicht ... dann war es nicht echt und sie müssten umkehren. In keinem Fall würden sie weiter gehen.

Während einige Wölfe mit Venari diskutieren steht Yhevorys abseits und ist frustriert über die Situation. Plötzlich raschelt es im Gebüsch und ein ungewöhlich weißes Kaninchen hoppelt seelenruhig auf ihn zu. Es klopft mit den Hinterpfoten auf den Boden und bewegt sich in eine bestimmte Richtung, sieht wieder zu dem Rüden zurück und klopft erneut. Yhevorys beschließt dem Kaninchen einfach eine Weile zu folgen. Aeshatyr bekommt gerade noch mit, dass sein Bruder im Dickicht verschwindet und stürmt natürlich hinterher. Das Rudel ruft ihnen nach, aber vergebens. Sie folgen den zwei Rüden nicht, sondern drängen zum Rückzug. Aus dem Moor kommt keine Antwort, weder von Arland, noch von den Brüdern.
Dann taucht noch ein zweites Kaninchen auf. Dieses ist schwarz und versucht vorne bei Venari und den Rangwölfen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Auch dieses Kaninchen klopft mit seinen Pfoten auf den Boden und weist eine Richtung an. Venari möchte ihm folgen, wird jedoch von Talvi zurückgedrängt. Das Kaninchen versucht weiter die Wölfe dazu zu bringen, ihm zu folgen, doch dann ertönt plötzlich ein lautes, furchteinflößendes Geräusch tief aus dem Moor. Es muss von einem Tier stammen, doch sie können es nicht zuordnen. Wie durch das Geräusch aufgescheucht, bewegt sich etwas im sumpfigen Wasser, dicht beim Rudel. Nicht nur an einer Stelle. An mehreren Stellen. Hinter ihnen huscht etwas über den Pfad. Etwas, das sie nicht kennen schneidet dem Rudel den Weg ab, zwickt ein paar Wölfen in die Läufe und verschwindet wieder. Keine andere Option sehend, folgen sie schließlich dem schwarzen Kaninchen.

Derweil wurden Aeshatyr und Yhevorys von dem weißen Kaninchen durch das Moor zum Gletscher geführt. Dort finden sie eine Höhle im Eis. Das Kaninchen lässt sie allein und mutig - oder waghalsig - wie die jungen Rüden sind, gehen sie in die Eishöhle hinein. Es dauert nicht lange und sie finden ... Arland. Den warhaftigen, lebendigen Arland. Ein dünner Arland mit müden, aber leuchtenden Augen, der ihnen die Nase ins Fell drückt und den Fang öffnet um zu sprechen, aber doch nichts sagt. Das Problem wird schnell offensichtlich. Der ehemalige Beta kann nicht sprechen. Er kann nicht den leisesten Ton von sich geben.

Das Rudel, entfernt im Moor, versucht sich vom Sumpfwasser fern zu halten, doch es wird schwieriger. Und dann schießt plötzlich etwas aus dem Wasser heraus und beißt in Kelayas Hinterlauf, reißt sie zu Boden. Ein hässliches, kleines Wesen mit Stacheln auf dem Rücken, ähnlich vielleicht einer überdimensinioerten Wasserratte und doch völlig anders. Chaos bricht aus, denn auch an anderen Stellen fangen die Kreaturen an das Rudel zu attackieren, indem sie hervor schießen und gleich wieder verschwinden. Der tiefere Sinn hinter der Attacke wird ersichtlich, als Kelaya anfängt zu schreien. Die Biester schaffen es, die Wölfe weit genug auseinander zu treiben, um sich die Welpen zu schnappen.
Nhimri weist die Mutter der beiden augenblicklich an, beim Rudel zu bleiben und springt selbst den Moorbeißern hinterher, dicht gefolgt von Talvi. Beide folgen jeweils einem Welpen, werden dabei jedoch von weiteren Biestern angegriffen, die mittlerweile vom Rudel abgelassen haben, um sich um die leichtere Beute zu kümmern. Wyakin kommt seiner Gefährtin zu Hilfe und schafft es, ihr einige Moorbeißer vom Leibe zu halten. Derweil klettert eines der Tiere mit dem von seinem giftigen Biss gelähmten Taiga im Fang wieder ans Ufer und macht sich daran, im Moor zu verschwinden. Eleyne springt aus dem Dickicht und kann das Biest noch rechtzeitig packen. Nhimri schafft es zurück ans Ufer und gemeinsam können sie den Moorbeißer töten und Taiga beschützen. Talvi schlägt sich derweil allein mit einigen Moorbeißern herum und versucht sie dazu zu bringen, von Qiltair abzulassen. Als sie nah genug am Ufer ist, kommt ihr Chetan zur Hilfe und nach einigem, mühsamen Gekämpfe können sie auch Qiltair befreien.
Leider haben die gefrusteten Sumpfraubtiere mittlerweile ein neues Opfer auserkoren. Alle Tiere konzentrieren sich nun auf Wyakin, während Nhimri und Eleyne den reglosen Taiga vor weiteren Angriffen schützen müssen. Sie attackieren den Rüden von allen Seiten, beißen sich ihn ihm fest, bis er keine Kraft mehr hat, sich zu wehren. Als Nhimri bei ihm ankommt, lassen die Tiere nur zu breitwillig von ihm ab, denn sie haben bereits genug Schaden angerichtet und für ihr Festmahl müssen sie einfach nur noch ein bisschen warten. Denn Wyakin liegt am Boden und kann sich nicht mehr regen. Das Gift so vieler Bisse kriecht durch seinen Körper und lähmt langsam auch seine Organe. So verzweifelt Nhimri ihn auch darum anfleht, wieder aufzustehen, ihm ist nicht mehr zu helfen. Sie können nichts anderes tun, als ihn zurück zu lassen.
Verletzt, erschöpft und mit gebrochenem Herzen schaffen es Nhimri und Eleyne mit Taiga zurück zum Rest des Rudels zu finden. Fast zeitgleich treffen auch Aeshatyr, Yhevorys und Arland auf die anderen. Das Wunder, oder der Schock über Arlands Auftauchen wird von all dem Chaos und Wyakins Tod überschattet. Nachdem endlich auch Talvi und Chetan mit Qiltair wieder beim Rudel ankommen, können sie ihren Weg aus dem Moor fortsetzen. Sie werden im Verlauf dessen nicht mehr angegriffen, von den Moorbeißern ist nichts mehr zu sehen.

01.04.800 | V. MORGENFROST * frostige Begrüßungen und enttäuschendes Wiedersehen
# der Suchtrupp kehrt nach Diëmnar zurück

Taiga und Qiltaîr ging es nach dem Ausflug nicht besonders gut. Die ersten Tage waren sie fiebrig und schwach, wurden von Husten und tränenden Augen geplagt. Die wunden Stellen, wo sie von den Moorbeißern gepackt worden waren, hatten sich leicht entzündet. Nach etwa 5 Tagen ging es ihnen langsam wieder besser und mittlerweile sind sie wieder recht fit. Nur die verschorften Wunden zwicken manchmal noch etwas.
Kelayas Wunde hat sich ebenfalls etwas entzündet und die Mobilität der alten Wölfin ist immer noch eingeschränkt. Die Verletzung heilt zwar, aber ihr Lauf fühlt sich noch recht steif an.
Talvi hat es ähnlich wie die Welpen etwas übler erwischt. In den ersten Tagen plagte sie Schwindel und Schwäche, zudem leichte Atembeschwerden. Ihre Verletzung am Lauf eiterte ein bisschen und ist immer noch recht schmerzhaft.
Nhimris Wunden verheilen nur sehr langsam und sind leicht entzündet. Sie fühlte sich die ersten Tage auch körperlich ein bisschen schwach, wurde sonst aber von keinen Beschwerden heimgesucht.

Die große Freude darüber, dass sie den totgeglaubten Arland tatsächlich zurück hatten, war aufgrund Wyakins Verlust ausgeblieben. Stattdessen muss er seit dem das Misstrauen vieler über sich ergehen lassen, für die er früher einmal Berater, Vertrauter und Freund war. Vor allem Chetan zeigt sich ihm gegenüber ungnädig, aber allgemein hat sich seine Haltung gegenüber dem Rudel seit den Geschehnissen im Moor verändert. Er ist präsenter und bestimmter und unterstützt Leitwölfin Nhimri auf ihrer Augenhöhe. Sein dominantes Auftreten wird nicht in Frage gestellt.

Von all dem nichts ahnend, kehrt der Suchtrupp an diesem Tag nach Diëmnar zurück.
18.06.2018 13:26
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